Goede Dag!

Mein Name ist Charles und ich bin ein im Jahr 2009, in den Niederlanden geborener Tinker. Man nennt mich auch Charlesie, Tinkerbub, Burschi, der Tinker oder auch mal Trampeltier. Das kommt daher, dass ich manchmal ein bisschen tollpatschig bin. Aber ich bin ja noch jung und werde noch ein besseres Gefühl für meinen Körper bekommen. Ich bin neu beim Ponydrome und war bis Anfang des Jahres 2018 ein Reitschulpony in einem großen Betrieb in Osnabrück. Dort sind die Reitschüler und Reitschülerinnen Lehrgänge mit mir geritten, weil sie sich immer auf mich verlassen konnten. Jetzt lebe ich in der bunten Herde beim Ponydrome auf Gut Waitzrodt. Die dicke gescheckte Kaltblutstute Kaja hat es mir besonders angetan, sie finde ich besonders toll und verbringe gern Zeit mit ihr auf der Wiese oder schaue sie mir über die Paddocks hinweg an. Mit meiner besonderen Zeichnung mache ich die Herde noch etwas bunter. Ich habe schwarze Öhrchen, diese Zeichnung nennt man auch „Medizinhut“ und die amerikanischen Ureinwohner glaubten, dass Pferde mit dieser Zeichnung unter dem Schutz Manitus standen und Häuptlingen vorbehalten waren. Sie glaubten auch, dass diese Pferde magische Kräfte haben und den Mensch vor Unheil bewahren. Ich finde das trifft auf mich zu!

Mit meinen magischen Kräften verzaubere ich Groß und Klein. Zumindest soweit, dass sie mich mindestens interessant finden. Mein besonderer Kopf trägt möglicherweise auch dazu bei. Mit meiner Rammsnase, einem halb-blauen Auge, meinem schwarz-weiß gefleckten Nüstern und den kleinen Öhrchen bin ich schon wirklich besonders. Aber spätestens mit meinem tollen Charakter kann ich überzeugen! Ich finde Menschen total interessant und suche den Kontakt um einfach nur Zeit miteinander zu verbringen oder um etwas zusammen zu erleben. Super ist es auch, wenn sie mich einfach nur an bestimmten Stellen kratzen und kraulen, was auch in dem Moment deutlich an meinem Gesichtsausdruck zu erkennen ist. Besonders toll finde ich diese kleinen Menschen die mit ihrer Lehrerin zu uns kommen um gemeinsam mit Snôt und mir gemütlich im Wäldchen oder im Feld reiten zu gehen, dabei werde ich mit bunten Ringen und Bällen beworfen die die Kinder meistens fangen. Dinge die mir um die Ohren fliegen machen mir gar nichts aus, auch wenn ich mal getroffen werde stört mich das nicht. Es ist toll wenn die Kinder mich putzen und anstrengend ist der Ausflug mit ihnen auch nicht. Das mag ich! Ich bin nämlicher eher so der gemütliche Typ. Lieber langsam als zu schnell ist mein Motto und zu anstrengend muss es meiner Meinung nach auch nicht unbedingt werden. Aber ich liebe abwechslungsreiche Erlebnisse! Ausritte im Gelände, mit Ringen oder Bällen spielen oder mich in eine raschelnde Plane einwickeln lassen sind lustige Beschäftigungen die mir viel Spaß machen. Mit mir kann man viel Quatsch machen, was meine Menschen sehr begeistert. Ich habe aber auch eigene Ideen und Meinungen und manchmal höre ich Dinge wie „….Tinker…Spätentwickler…“, ich glaube damit ist gemeint, dass ich noch ein paar Flausen im Kopf habe. Zum Beispiel gucke ich mir total gern Dinge mit meinem Maul und meinen Zähnen an…Schüsseln, Putzkisten, Bürsten, Bücher und andere Dinge, die man ganz toll herumtragen kann! Und ich gebe sie auch meistens wieder her wenn ich das Kommando „Aus“ oder „Gib her“ höre, so kann ich Dinge für die Menschen aufheben und bekomme dafür einen Keks. Kekse finde ich sowieso spitze und ich würde tatsächlich fast alles dafür tun! Sagen wir es mal so, ich bin schon ziemlich verfressen. Aber es schmeckt ja auch alles so gut! Abendessen finde ich klasse, Heucobs sind soooo lecker, nur leider sehe ich nach dem Essen immer aus wie ein Ferkel. Meine Nase passt zwar gerade so in den Eimer, wenn ich aufgegessen habe ist sie aber gaaanz grün bis kurz unter die Augen. Daher haben mir die Menschen eine Gummischüssel gekauft aus der ich essen kann, sodass meine Manieren besser zur Geltung kommen und ich halbwegs sauber bleibe…zumindest im Gesicht. Auch beim Frühsport nach dem Frühstück bin ich für Dinge zu begeistern bei denen ich was erleben und was lernen kann.

Man sieht mir an, wenn ich etwas lerne oder über etwas nachdenke und es gefällt den Menschen sehr gut, dass ich so kommunikativ bin und sie arbeiten gern mit mir. Auch meine Bewegungen beim Reiten sind besonders, wenn ich laufe spürt der Reiter ganz deutlich, wann ich welchen Fuß aufsetze und der Reiter wird entsprechend deutlich durch mich bewegt. Mein Mensch sagt ich habe ganz viele tolle Eigenschaften und dass ich ein bisschen länger brauche um erstmal fremden Menschen zu vertrauen, ihnen dann aber mein Herz gehört, sei nicht schlimm. Ich bin ganz sicher, dass das mit der Zeit in meinem neuen Zuhause gelingen wird und freue mich auf eine tolle Zukunft in der bunten Herde, mit den Zweibeinern des Teams und einen tollen Job mit tollen Menschen.

Bis bald,

euer Charles